Nachrichten der UW-Werne

Antrag zur Ertüchtigung der Dachflächen

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Konzept zur Ertüchtigung der Dachflächen auf Gebäuden der Stadt Werne

durch die Installation von Solaranlagen

 Die UWW-Fraktion beantragt zur Vorberatung im Ausschuss KBW und in der darauffolgenden Sitzung des Stadtrates zu beschließen:

  1. Die Verwaltung erstellt ein Kataster aller Dachflächen der Gebäude, die sich im Eigentum der Stadt Werne befinden.
  2. Nach Fertigstellung des Katasters wird zwecks Verifizierung der im Rahmen einer kommerziellen Nutzung zu erzielenden Einnahmen Kontakt zu den am Markt agierenden Anbietern von Solaranlagen aufgenommen. Bei positivem Ergebnis werden alle Dachflächen konsequent einer Vermarktung zugeführt, die zum Ziel hat, möglichst alle geeigneten Flächen mit Solaranlagen zu bestücken und diese möglichst auch zu betreiben, wenn die Stadt den Betrieb nicht selber durchführen kann.
  3. Dabei ist ebenfalls zu prüfen, inwieweit Fördermittel des Landes, des Bundes und der EU abgerufen werden können.

Begründung:

 Die Vermarktung von Dachflächen stellt ein bisher ungenutztes finanzielles Potenzial dar.

Zahlreiche in-und ausländische Unternehmen bieten entsprechende Realisierungsmodelle an. In der Regel werden die Dächer von den

Anbietern/Pächtern über einen Zeitraum von zwanzig Jahren gepachtet und zur Gewinnung von Solar-Energie genutzt und kommerziell verwertet. Als Gegenleistung erhält der Verpächter ein zu vereinbarendes Entgelt.

Bei minimalem finanziellem Eigenaufwand und mit äußerst geringem Risiko bieten sich der Stadt Werne hier erhebliche Einnahmemöglichkeiten, ohne finanziell in Vorleistung treten zu müssen. Das unternehmerische Risiko liegt allein bei den Anbietern. Während der gesamten Laufzeit des Pachtvertrages trägt die Stadt kein Risiko. Der Investor kümmert sich um Versicherung, Wartung, behördliche Belange und Genehmigungen, um Netzbetreiber und die fachgerechte Montage, um die Sanierung sowie um die Abnahme durch einen Gutachter. Für die Stadt ergibt sich weder ein Errichtungsrisiko noch ein Betriebsrisiko, ebenso kein Finanzierungs-und Einnahmerisiko. Die Stadt stellt lediglich Flächen (Solardach) für die Installation der Anlage und deren Betrieb zur Verfügung (s. Ratgeber „Dachverpachtung“).

Diese Maßnahme ist außerdem wie kaum eine andere geeignet, die CO2-Belastungen in unserer Stadt unmittelbar und dauerhaft zu reduzieren.

Sollte sich die Stadt im Einzelfall für die Sanierung von Dachflächen entscheiden, wird diese auf modernstem technischen Niveau inklusive der Entsorgung von belasteten Baustoffen (z.B. Asbest) erfolgen, was zugleich einen deutlich geringeren Energieverbrauch aufgrund besserer Dämmung/Isolierung zur Folge hat und einen weiteren klimatechnischen Vorteil darstellt.

Die damit verbundene positive Wahrnehmung trägt ohne Zweifel zur Image-Verbesserung der Stadt bei.

Die öffentliche Wahrnehmung für das Thema wächst und damit der Druck auf die Politik, konkret zu handeln. Um die Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu senken, engagieren sich zum Beispiel die Städte intensiv bei der Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien, setzen auf energetische Gebäudesanierung ihrer eigenen Liegenschaften und fördern die umwelt-freundliche Mobilität. Klimaschutz hat auch im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung (Planungshoheit der Gemeinden) eine hohe Bedeutung."

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Stalz

(Fraktionsvorsitzender)

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